Aminosäureprofil Chiasamen (100 g)
| Isoleucin | 914.90 mg | 61 % |
| Leucin | 1303.10 mg | 45 % |
| Lysin | 875.50 mg | 39 % |
| Methionin | 427.60 mg | 55 % |
| Cystein | 407.50 mg | 131 % |
| Phenylalanin | 1063.80 mg | 343 % |
| Tyrosin | 567.00 mg | 30 % |
| Threonin | 835.10 mg | 74 % |
| Tryptophan | 377.70 mg | 126 % |
| Valin | 1104.20 mg | 57 % |
| Histidin | 496.80 mg | 66 % |
Chiasamen können die Eiweißversorgung sinnvoll ergänzen, vor allem wenn du pflanzliche Proteinquellen kombinierst. Laut den Nährwertangaben liefern Chiasamen 21 g Eiweiß pro 100 g (bei 455 kcal pro 100 g). Damit gehören sie zu den eiweißreicheren Samen und sind gleichzeitig sehr energiedicht.
In der Praxis werden Chiasamen meist in kleineren Mengen verwendet, zum Beispiel im Müsli, Joghurt, Porridge oder als „Chia-Pudding“. Rechnet man die Angaben herunter, enthalten 15 g Chiasamen ungefähr 3,2 g Eiweiß, 20 g etwa 4,2 g Eiweiß und 30 g rund 6,3 g Eiweiß. Diese Portionen können helfen, über den Tag verteilt zusätzliche Proteine aufzunehmen, ersetzen aber je nach Bedarf oft nicht die größeren Eiweißlieferanten wie Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fisch, Fleisch oder Tofu.
Für eine besonders gute Eiweißbilanz ist es sinnvoll, Chiasamen mit anderen proteinreichen Lebensmitteln zu kombinieren. Praktisch ist zum Beispiel die Mischung mit Skyr/Quark oder einer Soja-Alternative sowie mit Haferflocken oder Nüssen. So steigerst du nicht nur die Gesamtmenge an Eiweiß, sondern verbesserst auch die Vielfalt der aufgenommenen Aminosäuren über den Tag.
Tipp für die Umsetzung: Wenn du Chiasamen einweichst, quellen sie stark und machen Speisen sämiger. Das ist ideal, um Frühstück oder Snacks sättigender zu gestalten – und nebenbei einen kleinen, aber messbaren Beitrag zur täglichen Eiweißzufuhr zu leisten.