Aminosäureprofil Avocado (100 g)
| Isoleucin | 50.00 mg | 3 % |
| Leucin | 90.00 mg | 3 % |
| Lysin | 90.00 mg | 4 % |
| Methionin | 0.00 mg | 0 % |
| Cystein | 0.00 mg | 0 % |
| Phenylalanin | 60.00 mg | 19 % |
| Tyrosin | 0.00 mg | 0 % |
| Threonin | 60.00 mg | 5 % |
| Tryptophan | 0.00 mg | 0 % |
| Valin | 80.00 mg | 4 % |
| Histidin | 0.00 mg | 0 % |
Eiweißversorgung mit Avocado – warum Avocado dafür ungeeignet ist
Avocado wird oft als „gesunde“ Zutat genannt, wenn es um eine ausgewogene Ernährung geht. Für eine gezielte Eiweißversorgung ist sie allerdings keine gute Wahl: In 100 g Avocado stecken nur etwa 1 g Eiweiß. Gleichzeitig liefert die gleiche Menge rund 130 kcal und etwa 13 g Fett. Kohlenhydrate liegen bei ca. 4 g, Ballaststoffe ebenfalls bei ca. 4 g.
Das zeigt auch die Energieverteilung: Der Großteil der Kalorien stammt aus Fett (ca. 80 %), während Proteine nur etwa 4 % ausmachen. Wer also Avocado „für Protein“ einsetzt, bekommt vor allem Energie aus Fett – nicht aus Eiweiß.
Ein einfaches Beispiel macht das Problem deutlich: Um allein 25 g Eiweiß über Avocado zu erreichen, bräuchte man ungefähr 2,5 kg Avocado (weil 100 g nur 1 g Eiweiß liefern) – das entspräche grob 3.250 kcal (25 × 130 kcal). Für eine Eiweißversorgung ist das im Alltag weder sinnvoll noch kalorienmäßig günstig.
Fazit: Avocado ist eher eine Zutat für Fettqualität, Sättigung und Geschmack – aber nicht für eine gezielte Eiweißabdeckung. Wenn du deinen Eiweißanteil erhöhen willst, ist es meist sinnvoller, Avocado als „Beilage“ zu nutzen und die Proteinquelle getrennt zu planen.